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Die Welt der Medizin ist ständig in Bewegung. An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Medizin und aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

Akupunktur gegen Schlafstörungen In einer Studie wurden

224 Patienten mit Schlafstörungen 3 mal wöchentlich mit Akupunktur behandelt.- Es kam zu signifikanten Verbesserungen des Schlafs, Angst- und Depressionssymptome, Unwohlsein und Ermüdung. Selbst nach 3 Monaten blieb der Behandlungserfolg erhalten. ChungKf et al. (2018)

AkupunctMed 36:2-13

Hautkrebs auf dem Vormarsch

Immer mehr Menschen sind wegen Hautkrebs in ärztlicher Behandlung. Das ergab eine Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse.So hat sich die Zahl betroffener Versicherter zwischen 2006 und 2013 mehr als verdoppelt (plus 107%). Vor allem ambulante Behandlungen von Versicherten nehmen drastisch zu: beim gefährlichen "schwarzen Hautkrebs" um 84%, beim weitaus verbreiteteren "weißen Hautkrebs" sogar um 118%. Insgesamt wurden 33 440 Versicherte der KKH im Jahr 2013 wegen Hautkrebs fachmedizinisch betreut, jeder Fünfte darunter wegen des "schwarzen Hautkrebs". Dabei begeben sich zunehmend mehr Männer wegen Hautkrebs in Behandlung.

Der Allgemeinarzt 3/2015

Infarkt-Patienten brauchen Musik

In einem ungewöhnlichen Experiment entdeckten Forscher, dass 30 Minuten Musikgenuss pro Tag Angstzustände, Schmerzen und kardiale Komplikationen bei Herzinfarktpatienten reduzieren können.

An der randomisierten Studie nahmen 350 Patienten teil, die nach Herzinfarkt an Angina pectoris litten. Alle erhielten eine medikamentöse Standardtherepie, die eine Hälfte hörte zusätzlich systematisch eine halbe Stunde Musik am Tag.

Nach sieben Jahren hatte die Musiktherapie nicht nur Angstzustände und Schmerzen reduziert, auch die Frequenz von Angina-pectoris-Symp-tomen sank um 25%, ebenso die Risiken für Herzinsuffizienzen    8um18%), für einen weiteren Herzinfarkt (um 23%) für Bypass-operationen (um20%) und für plötzlichen Herztod (um 16%).

Der vermutete Mechanismus könnte sein, dass Musik die Aktivitäten des sympathischen Nervensystems reduziert, so Studienleiter Prof. Predrag

Mitrovic von der Universität Belgrad.

MMW Fortschr. Med. 2020

Warum ältere Menschen schneller zunehmen

Mit zunehmendem Alter erlahmt der Fettstoffwechsel und gespeichertes Fett wird schlechter abgebaut. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass viele Menschen im Alter zunehmen, obwohl sie nicht mehr essen oder weniger Sport treiben. Das berichten Forscher aus Schweden im Fachmagazin "Nature Medicin": Mit zunehmendem Alter verlangsame sich der Fettabbau unabhängig davon, ob die Person zugenommen hätte, ihr Gewicht hielt oder abnahm. Probanden, die ihre Kalorienaufnahme nicht reduziert hatten, legten ca. 20 Prozent Körpergewicht zu.

Arzt & Wirtschaft 10/2019